eine weltweite Stimme für Frauen - Soroptimist International - Deutschland Club Nürnberg
Soroptimist-Kunstpreis 2015
Quelle: Mein Mitteilungsblatt Nürnberg

Soroptimist-Kunstpreis der Metropolregion Nürnberg geht an Bildende Künstlerin Aldona Kut

Nürnberg. Kunst ist das Gedächtnis der Menschheit - doch der weibliche Anteil daran ist noch immer deutlich unterrepräsentiert. Der "Soroptimist International Deutschland Kunstpreis der Europäischen Metropolregion Nürnberg" will dagegen etwas tun. Erste Preisträgerin ist die Nürnbergerin Aldona Kut. Die Wahl fiel der Jury nicht leicht: Sieben Künstlerinnen aus der Metropolregion waren für den mit 4000 Euro dotierten Preis nominiert, der heuer erstmals verliehen wird.
Initiiert wurde er von sieben Soroptimist International Deutschland Clubs (SID) der Metropolregion: Amberg-Sulzbach, Bamberg-Kunigunde, Bamberg-Wilde Rose, Erlangen, Forchheim-Kaiserpfalz, Nürnberg und Würgau-Fränkische Schweiz. Soroptimist International (SI) ist mit rund 80.000 Mitgliedern in 130 Ländern die weltweit größte Serviceorganisation berufstätiger Frauen, die sich für die Aus- und Weiterbildung von Frauen, die Menschenrechte, internationale Verständigung und Frieden, aber auch Freundschaft und gemeinschaftliches ehrenamtliches Engagement einsetzen. SI ist u. a. im Deutschen Frauenrat und in mehreren Organisationen der Vereinten Nationen permanent vertreten.

Förderung für regionale Künstlerinnen

Um sich gemeinsam für diese Ziele zu engagieren und die Ziele von SI mehr ins regionale öffentliche Bewusstsein zu rücken, haben sich sieben SI-Clubs der Europäischen Metropolregion Nürnberg zusammengeschlossen. Das erste Projekt des Netzwerks ist der Kunstpreis, mit dem man Bildende Künstlerinnen fördern möchte. Das Preisgeld finanzieren die SI-Clubs aus eigener Tasche. Der Kunstpreis wird künftig alle zwei Jahre ausgelobt.
Unter den Bewerberinnen, allesamt akademisch ausgebildet und freischaffend tätig, waren die Malerinnen Gabriele Günther (Bamberg), Lucia de Figuiredo (Landkreis Bamberg), Anna Bittersohl (Erlangen) sowie die Bildhauerin Ulla Reiter (Bamberg), die Keramikkünstlerin Sigrid Frey (Landkreis Forchheim) und die Glaskünstlerin Marion Mack (Amberg).

Ausgewählte Fachjury

Für Aldona Kut entschied sich die Jury - bestehend aus je einer Vertreterin der beteiligten Clubs sowie den Kunsthistorikerinnen Dr. Pia Dornacher (Lothar Fischer Museum Neumarkt), Martina Sutter-Kress aus Erlangen und der Historikerin Dr. Barbara Kahle aus Bamberg - weil die 39-Jährige mit ihrem vielfältigen Schaffen überzeugt. Die gebürtige Polin ist eine außergewöhnliche Frau, die ihr Leben der Vielfalt der Kunst verschrieben hat: Kut studierte in Krakau Modedesign, Malerei, Bildhauerei und Bühnenbild, in Nürnberg absolvierte sie 2008 ihren Master in Architektur. Seitdem ist Kut als freischaffende Künstlerin tätig und versucht durch ihre breite künstlerische Tätigkeit das Spartendenken aufzubrechen. In ihrem Atelier "auf AEG" entstehen Gemälde, Zeichnungen, meterlange Faltobjekte sowie phantasievolle Kostüme. Ihr Schwerpunkt verschob sich in den vergangenen Jahren von Design in Richtung Objekt, Performance und Installation. Die offizielle Verleihung Preises findet voraussichtlich im Oktober in Nürnberg statt.
Die Metropolregion Nürnberg, das sind 23 Landkreise und 11 kreisfreie Städte - vom thüringischen Landkreis Sonneberg im Norden bis zum Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen im Süden, vom Landkreis Kitzingen im Westen bis zum Landkreis Tirschenreuth im Osten. 3,5 Millionen Einwohner erwirtschaften ein Bruttoinlandsprodukt von 115 Milliarden Euro jährlich - das entspricht in etwa der Wirtschaftskraft von Ungarn. Eine große Stärke der Metropolregion Nürnberg ist ihre polyzentrale Struktur: Rund um die dicht besiedelte Städteachse Nürnberg-Fürth-Erlangen-Schwabach spannt sich ein enges Netz weiterer Zentren und starker Landkreise. Die Region bietet deshalb alle Möglichkeiten einer Metropole - jedoch ohne die negativen Effekte einer Megacity. Bezahlbarer Wohnraum, funktionierende Verkehrsinfrastruktur und eine niedrige Kriminalitätsrate macht die Metropolregion Nürnberg für Fachkräfte und deren Familien äußerst attraktiv.

Quelle: Europäische Metropolregion Nürnberg